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26. August 2016
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Technosan Umwelttechnik führt Insolvenz in Eigenverantwortung durch

Einem entsprechenden Antrag des einzelvertretungsberechtigten Liquidators Franz
Kollmannsperger hat das zuständige Amtsgericht in Münster jetzt zugestimmt.
Kollmannsperger sieht weiter gute Chancen für einen Verkauf des Unternehmens
und/oder seiner Assets, war aber aus rechtlichen Gründen zu diesem Schritt gezwungen.
Sein Hauptaugenmerk liegt auch im weiteren Verlauf des Verfahrens darauf, die die
Allgemeinheit und damit letztlich den Steuerzahler von möglichen Risiken zu entlasten und
neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen.

"Wir sind mitten in erfolgversprechenden Verhandlungen mit drei potenziellen Investoren"
so Kollmannsperger, "allerdings läuft uns die Zeit weg, so dass wir jetzt leider
ordnungsgemäß die Insolvenz beantragen mussten." Hintergrund ist ein Bescheid des
Landratsamtes Altötting, mit dem die sofortige Entsorgung bestimmter auf dem Grundstück
in Neuötting lagernder Abfälle und eine Ersatzvornahme angeordnet wird, die mit einem
Betrag in Höhe von 3, 1 Millionen Euro bewertet wird. Kollmannsperger will den Bescheid
trotz erheblicher Zweifel an dessen Rechtmäßigkeit nicht anfechten, hat aber belastbare
Angebote für eine deutlich kostengünstigere Entsorgung vorliegen. Darüber hinaus verweist
er auf Stellungnahmen anderer bayerischer Behörden, nach denen die Technosan
Umwelttechnik GmbH i. L. (bitte nicht verwechseln mit der Technosan Umwelt GmbH) für
einen Teil der auf ihrem Grundstück lagernden Abfälle gar nicht zuständig ist.
"Natürlich war der Eingang des Bescheids mit kurzer Frist zum Beginn der Sommerferien
terminlich nicht günstig, Urlaubszeit verringert einfach die Handlungsoptionen", sagt
Kollmannsperger, der das Liquidationsverfahren im August 2014 übernommen hat. Er geht
aber dennoch von einem positiven Ergebnis aus und sieht in der Zustimmung des
Münsteraner Amtsgerichts zur Eigenverwaltung der Insolvenz eine Bestätigung seiner
bisherigen Vorgehensweise. Kollmannsperger ist es nämlich in seiner bisherigen Arbeit nicht
nur gelungen, vernünftige Fristen mit den Gläubigern auszuhandeln. Er hat auch juristische
und entsorgungstechnische Experten von seiner Vorgehensweise überzeugt, die ihn trotz
knapper Kassen auf dem Weg unterstützen.

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